Operativer Eingriff | Wirbelkanaleinengung

Mikrochirurgische Dekompression bei Spinalkanalstenose

In der KLINIK am RING wird die Dekompression bei Spinalkanalstenose mikrochirurgisch über einen minimal-invasiven Zugang unter dem Operationsmikroskop durchgeführt. Der Chirurg entfernt dabei alle Strukturen, die Druck auf die im Wirbelkanal verlaufenden Nerven ausüben. Dies sind vor allem knöcherne Anbauten der Wirbelgelenke verdickte Bänder zwischen den Wirbelbögen. Damit wird verhindert, dass es durch eine fortbestehende Kompression zu einer Verschlechterung der Symptome kommt. Im Gegenteil: Nach dem Eingriff können sich die Beschwerden rasch wieder zurückbilden. Durch die mikrochirurgische Operationstechnik bleiben den Patienten nach der Operation lange Narben und Schmerzen erspart. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens: Durch die „Rundumsicht“ des OP-Mikroskops bleibt das muskuläre Gewebe um den Wirbel weitgehend erhalten. Dadurch wird eine mögliche segmentale Gefügelockerung verhindert.

Lumbale Dekompression
Bei der Dekompression im LWS -Bereich wählt der Wirbelsäulenspezialist einen knapp neben der Wirbelsäule gelegen (interlaminären) Zugang ähnlich wie bei der mikrochirurgischen Operation zur Beseitigung eines Bandscheibenvorfalles. Der Hautschnitt ist dabei pro Segment circa 2.5 Zentimeter lang.

Die Mobilisation beginnt bereits am ersten Tag nach der Operation. Dabei erlernt der Patient Techniken, die es ihm ermöglichen, sich im Alltag rückenschonend zu bewegen. Sitzen ist sofort möglich. Wurden mehrere Höhen dekomprimiert kommt nach der Operation ein Mieder für sechs Wochen zum Einsatz. Der Krankenhausaufenthalt dauert ca. 3-5 Tage. Schwimmen und Radfahren sind nach sechs Wochen wieder erlaubt, alle anderen Sportarten frühestens drei Monate nach der Operation.

Zervikale Dekompression
Die Dekompression des zervikalen Spinalkanals erfolgt in Rückenlage. Der Zugang zur Halswirbelsäule gelingt über einen kleinen querverlaufenden Schnitt von ca. 3-4 Zentimetern Länge. Die entsprechende Halsbandscheibe wird unter dem Mikroskop entfernt. Der Zugang durch die Bandscheibe ermöglicht im Anschluss eine schonende Entfernung aller Strukturen, welche den Wirbelkanal einengen. Zuletzt wird in das Bandscheibenfach ein Platzhalter aus Kunststoff eingesetzt.

Ähnlich wie nach der Operation eines zervikalen Bandscheibenvorfalls gehört zur Nachbehandlung eine 2 bis 3-wöchige Ruhigstellung des Halses in einer weichen Halskrause. Die Dauer des stationären Krankenhausaufenthaltes beträgt ca. drei Tage. Eine spezifische Nachbehandlung ist nicht nötig, der Patient ist rasch wieder im Alltag selbstständig. Nach Ablauf von 6 Wochen können Sportarten wie Schwimmen, Joggen und Fahrradfahren wieder aufgenommen werden. Alle übrigen Sportarten sollten für mindestens drei Monate nach der Operation pausiert werden.


Weitere operative Verfahren: