Patienten mit Rückenschmerzen werden zu häufig geröntgt

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Schmerzen beim Bücken, ein Ziehen im Nacken oder ein Stechen im Kreuz. Jeder Fünfte geht wegen Rückenschmerzen einmal im Jahr zu Arzt. In vielen Fällen verordnet der Mediziner eine Röntgenuntersuchung zur Abklärung der Schmerzursache.

So wurden 2015 pro 1000 Patienten mit Rückenschmerzen 375 Bilder erstellt, belegt eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung. Jeder fünfte Patient wurde sogar bereits im Quartal der Erstdiagnose durchleuchtet. Dabei wären viele der jährlich sechs Millionen Aufnahmen mit Röntgengeräten, Computertomografen (CT) und Magnetresonanztomografen (MRT) vermeidbar, berichtet die Bertelsmann-Stiftung. Die medizinischen Leitlinien empfehlen eine Abklärung durch bildgebende Verfahren frühestens, wenn herkömmliche Therapien wie eine Kombination aus Schmerzmitteln und Krankengymnastik keinen Erfolg hatten.