Haltungsschäden durch Smartphones?

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Ob SMS tippen, E-Mails versenden oder im Internet surfen – Wer ein Smartphone besitzt, starrt im Jahr durchschnittlich 700 bis 1400 Stunden auf sein Telefon. Erstmals untersuchten New Yorker Wissenschaftler vom Klinikum für Wirbelsäulenchirurgie die bis dato unbekannten Folgen der Handy-Nutzung auf die menschliche Wirbelsäule.

Hansraj KK: Assessment of stresses in the cervical spine caused by posture and position of the head.Surg Technol Int. 2014 Nov;25:277-9.

Die Schultern fallen nach vorne, der Kopf ist gebeugt – Die typische Haltung von Smartphone-Nutzern stellt eine immense Belastung für den Nacken dar. So lastet schon bei einem leichten Neigen des Kopfes ein Druck von etwa 12 Kilo auf unseren Nacken, stellten die amerikanischen Wissenschaftler um Dr. Hansraj fest. Bei einem Neigungswinkel von 60 Grad sind es sogar 27 Kilogramm, die an der Nackenmuskulatur zerren. Letzteres entspricht dem Körpergewicht eines siebenjährigen Kindes. Die Folge sind Verspannungen, Nacken- und Kopfschmerzen bis hin zu Fehlbelastungen der gesamten Wirbelsäule. Vor allem die so genannte „Head-Down“-Generation, die ihren Blick nur noch selten vom Display des Smartphone abwendet, muss unter Umständen mit frühzeitigen Verschleißerscheinungen, wie Bandscheibenvorfällen oder degenerativen Veränderungen rechnen, warnt Dr. Hansraj.

Lieber den Blick senken als den Kopf hängen zu lassen, lautet daher der Ratschlag des amerikanischen Wirbelsäulenchirurgen. Außerdem sollte der Nutzer das Gerät zwischendurch auch mal vor das Gesicht halten. Dadurch bleibt der Hals möglichst aufrecht.


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