Haltung bewahren

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Stolze Brust oder hängende Schultern? Körperhaltung und Gangart sagen viel über den Gemütszustand eines Menschen aus. So erkennt man depressive Patienten häufig schon an ihrem schlurfenden Gang. Doch kann auch umgekehrt die Körperhaltung den Gemütszustand beeinflussen? Ja, sagt eine Forschergruppe um Professor Michalis von der Universität Witten/Herdecke.

Quelle: aksel/pixelio.de

Die Wissenschaftler untersuchten inwiefern die Art des Ganges das Gedächtnis beeinflusst. Dazu wurden Probanden angeleitet, ihr Gangmuster so zu verändern, dass sie entweder “fröhlicher” oder “trauriger” gelaufen sind als gewöhnlich. Zudem wurden ihnen positive und negative Worte präsentiert. In einem anschließenden Gedächtnistest zeigte sich, dass Versuchspersonen, die mit hängenden Schultern schlurfend gingen, mehr negative Wörter behalten haben.

Ein fröhlicher Gang gegen schlechte Laune
„Das zeigt uns, dass unsere Art sich zu bewegen Auswirkung darauf hat, ob wir eher positive oder negative Informationen verarbeiten“, erklärt Professor Michalak. „Es gibt also einen Zusammenhang zwischen Körper, hier der Gangart, und der Psyche, hier der Art, welche Informationen wir uns merken“, so der Studienautor weiter.

Ob derart körperliche Intervention auch depressiven Patienten helfen kann, davon ist Michalis überzeugt. So könnte man Therapiemöglichkeiten entwickeln, die über eine Veränderung von körperlichen Prozessen ablaufen. Aber auch für den Alltag eigenen sich seine Empfehlungen: Ist die Laune im Keller, kann ein „fröhlicher Gang“ Wunder bewirken.
Quelle: Universität Witten-Herdecke

Quelle: Universität Witten-Herdecke